Bergisch Gladbach kauft altes Industriegelände für mögliche Grundschule
Traude SchleichBergisch Gladbach kauft altes Industriegelände für mögliche Grundschule
Bergisch Gladbach hat das ehemalige Industriegelände an der Sander Straße 37–47 erworben. Der Kauf folgt auf jahrelangen Leerstand, nachdem das metallverarbeitende Unternehmen F. Sander GmbH & Co. KG 2019 Insolvenz anmelden musste. Die Stadt plant nun, neue Nutzungsmöglichkeiten für das Areal zu prüfen – darunter auch den Bau einer Grundschule.
Das Grundstück stand seit der Insolvenz des Unternehmens leer und war teilweise verfallen. 2023 schloss die Stadt den Kauf ab, doch der vollständige Eigentumsübergang erfolgt erst nach vollständiger Zahlung des vereinbarten Kaufpreises. Eine zentrale Auflage ist die Übergabe eines geräumten und von Altlasten befreiten Geländes.
Die Abrissarbeiten haben unter Aufsicht spezialisierter Firmen bereits begonnen. Im Fokus stehen dabei die Sicherung der Böschungen sowie der Schutz benachbarter Gebäude. Für den Abriss bleibt der Verkäufer verantwortlich; dieser muss sich an die öffentlich-rechtlichen Genehmigungen halten.
Ein geotechnisches Gutachten und ein detaillierter Abrissplan liegen bereits vor. Das Gelände ist gemäß § 34 der Bauordnung als unbeplanter Innenbereich eingestuft. Stadtvertreter betonen, dass vor einer möglichen Neunutzung eine gründliche Planung und eine Bürgerbeteiligung notwendig seien.
Der Erwerb markiert den ersten Schritt hin zu einer möglichen Nachnutzung des Areals, wobei der Bau einer Grundschule eine der diskutierten Optionen ist. Weitere Entscheidungen hängen von der Beräumung des Geländes, Altlastenuntersuchungen und den laufenden Gesprächen mit Anwohnern ab. Die Stadt strebt an, durch Transparenz und Fachgutachten eine solide Grundlage für die künftige Planung zu schaffen.






