22 March 2026, 00:24

Borussia Dortmund startet mit radikalen Abgängen in eine neue Ära

Ein junger Mann in einem blauen Trikot des Everton FC steht auf einem Fußballfeld mit grünem Rasen im Hintergrund.

Borussia Dortmund startet mit radikalen Abgängen in eine neue Ära

Borussia Dortmund steht vor einer neuen Ära: Schlüsselfiguren verlassen den Verein, während sich frische Strategien abzeichnen. Der Klub bestätigte, dass die Verträge von Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan nicht verlängert werden – alle drei werden den Verein im Sommer verlassen. Gleichzeitig setzt Vorstandssprecher Carsten Cramer auf eine Führungsphilosophie, die von Mut und zukunftsweisenden Entscheidungen geprägt ist.

Die Abgänge von Brandt und Süle markieren einen tiefgreifenden Wandel. Beide Spieler waren über Jahre prägende Gestalten, ihr Weggang bedeutet das Ende einer Epoche. Kritiker warfen Dortmund in der Vergangenheit oft vor, harte Personalentscheidungen hinauszuzögern und stattdessen auf eine zurückhaltende Kaderplanung zu setzen.

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Unter Sportdirektor Sebastian Kehl hat der Verein in den letzten Jahren jedoch zunehmend konsequent gehandelt. Transfers wie die Verpflichtung von Jude Bellingham für 25 Millionen Euro (2020), Erling Haaland für 20 Millionen Euro (ebenfalls 2020) oder Karim Adeyemi für 38 Millionen Euro (2022) zeugten von Ehrgeiz. Mit der Rekordablöse von 31 Millionen Euro für Sébastien Haller 2022 – nach dessen Rückkehr nach schwerer Krankheit – unterstrich der BVB diese Linie.

Die Investitionen zahlten sich aus: Durch Rekordverkäufe wie Bellinghams Wechsel für 103 Millionen Euro zu Real Madrid (2023) oder Haalands Transfer für 60 Millionen Euro zu Manchester City (2022) flossen Mittel zurück, die den Neuaufbau mit Talenten wie Youssoufa Moukoko und Jamie Bynoe-Gittens ermöglichten. Gleichzeitig blieb der Verein konkurrenzfähig – zuletzt krönte er die Saison 2023/24 mit dem Gewinn des DFB-Pokals.

Trotz der aktuellen Umbrüche sieht Cramer die anstehenden Entscheidungen nicht als Rückschlag, sondern als Wachstumschance. Zudem soll Mannschaftskapitän Emre Can, der sich von einem schweren Kreuzbandriss erholt, ein neues Vertragsangebot erhalten.

Dortmunds Sommerumbruch folgt einer klaren Linie: Abschied von etablierten Namen, gleichzeitig Förderung des Nachwuchses. Die jüngere Transfergeschichte zeigt ein Gleichgewicht zwischen teuren Zugängen und Eigengewächsen. Während Can's Zukunft noch verhandelt wird, bleibt das Ziel, auch künftig ein schlagkräftiges Team aufzubauen.

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