18 March 2026, 01:15

Kölner Schulstraßen machen den Weg für Kinder sicherer – und autofrei

Ein detaillierter Stadtplan von K├Âln, Deutschland, mit einer gr├╝nen Fläche, die den vorgeschlagenen Standort hervorhebt, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Kölner Schulstraßen machen den Weg für Kinder sicherer – und autofrei

Eine stille Revolution findet auf den Straßen in der Nähe von Grundschulen in Köln statt. Seit 2023 testet die Stadt autofreie Zonen während der Schulzeiten, um den Verkehr zu reduzieren und die Wege für Kinder sicherer zu machen. Die Idee, unterstützt von Aktivist:innen der globalen Kidical Mass-Bewegung, ist inzwischen in vier Stadtteilen fest etabliert – und weitere sollen folgen.

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Das Pilotprojekt startete 2023 an vier Kölner Grundschulen, darunter auch die Schule der achtjährigen Annabel. Normalerweise fährt sie mit ihrem Tretroller zur Klasse, doch heute begleitet sie ihre Mutter zu Fuß. Die Straße vor ihrer Schule ist nun eine Schulstraße – hier sind Autos während der Bring- und Abholzeiten verboten.

Zwei Jahre Testphase zeigten deutliche Vorteile: Der Verkehr beruhigte sich, die Luftverschmutzung ging zurück, und Kinder erhielten sicherere Bewegungsräume. Dennoch war nicht jeder sofort begeistert. Einige Anwohner:innen beschwerten sich über die temporären Sperrungen, woraufhin die Stadt Ausnahmen für Anlieger:innen einräumte, als die Regelung dauerhaft eingeführt wurde.

Bis Ende 2024 wurden vier Schulstraßen in Brück, Höhenhaus, Ehrenfeld und Ossendorf fest verankert. Drei weitere – in Neustadt-Süd, Nippes und Mülheim – sollen 2025 folgen. Bundesweit gibt es bereits über 70 ähnliche Zonen in Städten wie Dresden und Ulm, in denen Autos nur zu den Stoßzeiten vor und nach der Schule gesperrt sind.

Die Umstellung brachte unerwartete Vorteile mit sich. In Brück fließt der Verkehr nun gleichmäßiger, und Eltern wie Hannah Neumann setzen sich für eine Ausweitung der Schulstraßen ein. Kinder nutzen die autofreien Flächen in den Pausen, während Anwohner:innen die ruhigeren Straßen genießen. Die Notwendigkeit ist offensichtlich: Junge Kinder können aufgrund ihrer geringen Körpergröße und noch entwickelnden Wahrnehmung Verkehrsgefahren erst ab etwa acht Jahren zuverlässig erkennen.

Hinter der Initiative stehen die Forderungen der Kidical Mass-Kampagne, die seit Langem für sichere, kindgerechte Schulwege kämpft. Ihr Engagement half dabei, aus einem Versuch eine dauerhafte Veränderung im städtischen Schulverkehrsmanagement zu machen.

Kölns Schulstraßen sind nun in vier Stadtteilen fest verankert, drei weitere sollen 2025 hinzukommen. Das Modell reduziert den Autoverkehr, senkt die Schadstoffbelastung und ermöglicht Kindern einen sichereren Schulweg. Während immer mehr deutsche Städte ähnliche Konzepte übernehmen, erweist sich der Ansatz als sowohl praktisch als auch beliebt.

AKTUALISIERUNG

Colognes Schulstraßen werden permanent mit neuen Sicherheitszonen

Die Stadt hat an vier Schulen permanente autofreie Zonen eingerichtet, nachdem ein zweijähriger Test abgeschlossen wurde. Die Auswertung, die im August 2024 abgeschlossen wurde, bestätigte, dass diese Straßen die Sicherheit und Mobilität verbessern:

  • Lindenbornstraße (Ehrenfeld), Am Pistorhof (Ossendorf) und Am Rosenmaar (Höhenhaus) sind jetzt Schulstraßen.
  • Die Diesterwegstraße in Brück schließt sich ihnen an, mit Plänen für drei weitere Bezirke im Jahr 2025. Die Behörden betonen, dass eine fortlaufende Bildung erforderlich ist, um parent-driven 'Elterntaxis' zu reduzieren und den Erfolg der Initiative aufrechtzuerhalten.