NRW stockt Budget für queere Politik 2026 massiv auf – HIV-Prävention gerettet
Julian KlingelhöferNRW stockt Budget für queere Politik 2026 massiv auf – HIV-Prävention gerettet
Die schwarz-grüne Koalitionsregierung in Nordrhein-Westfalen hat die Mittel für queere Politikinitiativen im Jahr 2026 deutlich aufgestockt. Die Budgeterhöhung kommt kommunalen Organisationen, Beratungsstellen und familienorientierten Programmen zugute. Zudem wurden frühere Kürzungen bei der HIV-Prävention rückgängig gemacht.
Der Haushalt sieht eine Aufstockung der Zuschüsse für unabhängige queere Vereine und Gemeinschaftsprojekte um 417.000 Euro vor. Dazu gehört die dauerhafte Finanzierung des Queer-Netzwerks sowie der Beratungsstelle blick, deren Angebote damit vor Budgetschwankungen geschützt sind.
Das Fachreferat für Regenbogenfamilien erhält künftig 160.000 Euro – eine spürbare Aufstockung. Die finanzielle Unterstützung für Christopher-Street-Day-Veranstaltungen bleibt hingegen bei 3.000 Euro pro Demonstration, obwohl das Gesamtbudget steigt. Ob weitere CSD-Events geplant sind, steht noch nicht fest. Die bereits terminierten Veranstaltungen in Dortmund (16. August 2026) und Münster (15. August 2026) finden wie vorgesehen statt.
HIV-Präventionsprogramme, die zuvor mit Kürzungen konfrontiert waren, werden nun wieder vollumfänglich gefördert. Aidshilfe-Organisationen können so ihre Aufklärungsarbeit und Betreuungsangebote ausbauen. Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Jugendarbeit: Beratungsangebote und offene Begegnungsräume für junge Menschen werden weiterhin unterstützt.
Die Budgetanpassungen stärken die queeren Unterstützungsstrukturen im gesamten Bundesland. Die erweiterten Mittel für Familien, HIV-Prävention und Gemeinschaftsprojekte treten 2026 in Kraft. Zwar sind keine zusätzlichen Christopher-Street-Day-Veranstaltungen angekündigt, die bestehenden Termine werden jedoch wie geplant umgesetzt.






