18 March 2026, 04:18

Solingen schafft neue Arbeitsplätze für Bürgergeld-Empfänger und Geflüchtete

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Solingen schafft neue Arbeitsplätze für Bürgergeld-Empfänger und Geflüchtete

Die SPD-Ratsfraktion in Solingen hat eine neue Initiative vorgeschlagen, um sinnvolle Arbeitsplätze für Bezieher von Sozialleistungen zu schaffen. Das Vorhaben richtet sich an rund 1.200 anerkannte Asylsuchende sowie 4.500 erwerbsfähige Empfänger von Bürgergeld in der Stadt. Schwerpunkte der Maßnahme liegen in den Branchen Logistik, Pflege, Baugewerbe, Gastronomie und verarbeitendes Gewerbe.

Ziel des Projekts ist es, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern und gleichzeitig die soziale Integration zu fördern. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Ernst Lauterjung betonte, dass diese Stellen keine Konkurrenz zu bestehenden Arbeitsplätzen darstellen sollen. Stattdessen würden sie Lücken in gesellschaftlich wertvollen, aber unterbesetzten Bereichen schließen.

Der lokale Unternehmer und Aufsichtsratsmitglied Daniel Weber unterstützte die Idee und wies darauf hin, dass Arbeit Migrantinnen und Migranten helfe, die Sprache zu lernen, Fuß zu fassen und ihre Berufschancen zu verbessern. Corinna Faßbender, sozialpolitische Sprecherin der SPD, ergänzte, dass Beschäftigung das Selbstbewusstsein stärke, dem Alltag Struktur gebe und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördere.

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Nun muss die Stadtverwaltung ein vollständiges Konzept inklusive Kostenschätzung erarbeiten, bevor die nächsten Haushaltsberatungen beginnen. Auch gemeinnützige Organisationen mit lokaler Erfahrung werden sich beteiligen und ihre etablierten Netzwerke einbringen, um die Initiative zu unterstützen.

Falls das Vorhaben genehmigt wird, könnten tausende Leistungsbezieher in Solingen maßgeschneiderte Arbeitsmöglichkeiten erhalten. Der Fokus bleibt auf Branchen mit Fachkräftemangel gerichtet, wobei sichergestellt werden soll, dass die neuen Stellen bestehende Arbeitsplätze ergänzen – und nicht ersetzen. Der endgültige Vorschlag wird in den anstehenden Haushaltsverhandlungen geprüft.

Quelle