Jan Köppen im Shitstorm: Wie eine Dschungelshow die Cancel-Culture-Debatte neu entfachte

Gesine Stolze
Gesine Stolze
2 Min.
Ein Elefant und ein Tiger kämpfen im Dschungel, umgeben von Bäumen und Vögeln, die am Himmel fliegen, mit Text am unteren Rand des Bildes.Gesine Stolze

So herausfordernd war der Dschungel dieses Mal - Jan Köppen im Shitstorm: Wie eine Dschungelshow die Cancel-Culture-Debatte neu entfachte

Die neueste Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" in Australien hat für Kontroversen gesorgt – im Mittelpunkt des Sturms steht Moderator Jan Köppen. Seine harte Befragung des Kandidaten Gil Ofarim hat die Debatten über Cancel Culture und die Casting-Entscheidungen des Senders RTL neu entfacht. Die Kritik wurde so heftig, dass Köppen sich vorübergehend aus den sozialen Medien zurückzog.

Die öffentliche Diskussion über Ofarims Teilnahme begann bereits vor der Ausstrahlung der Show im September und Oktober 2024. Die deutschen Medien waren tief gespalten: "Bild" und "Focus" kritisierten RTL scharf dafür, Ofarim nach seinem Antisemitismus-Skandal überhaupt eine Plattform zu bieten, während "Zeit Online" und "t-online" argumentierten, die Show biete ihm die Chance zur Rehabilitation. Die polarisierten Reaktionen befeuerten die Debatten über Cancel Culture und die Verantwortung des Senders bei der Besetzung weiter.

Während der Sendung stellte Köppen Ofarims Schilderungen infrage und konfrontierte ihn mit irreführenden Aussagen, die dieser im Dschungelcamp gemacht hatte. Später gab der Moderator zu, es bereue, einige von Ofarims Behauptungen nicht deutlicher richtigzustellen. Sein konfrontativer Stil löste eine Welle der Kritik aus – einige Zuschauer forderten sogar seine Absetzung als Moderator.

Die Staffel setzte Köppen stark zu: Er beschrieb sie als körperlich und mental erschöpfend. Die unablässige Medienberichterstattung, die immense Arbeitsbelastung und der öffentliche Druck trugen maßgeblich zu seiner psychischen Anspannung bei. Nach dem Finale zog er sich von Instagram zurück, um Abstand von der Flut an Meinungen und dem Shitstorm zu gewinnen.

Zurück in Deutschland zeigt sich Köppen erleichtert, wieder in seinen gewohnten Alltag zurückkehren zu können. Er plant, sich Zeit zu nehmen, um zu sich selbst zu finden, und möchte in den kommenden Monaten wieder mehr mit seinen Followern teilen.

Köppen hat eingeräumt, im Umgang mit Ofarims Auftritt in der Nachshow Fehler gemacht zu haben. Die Folgen der Staffel wirken nach – die Diskussionen über RTLs Casting-Entscheidungen halten an. Derweil konzentriert sich der Moderator auf seine Erholung und darauf, die Verbindung zu seinem Publikum wiederaufzubauen.

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