Krefelds Einzelhandel kämpft 2025 mit Umsatzrückgängen trotz mehr Besuchern
Krefelds Einzelhandel kämpft 2025 mit Umsatzrückgängen trotz mehr Besuchern
Einzelhändler in Nordrhein-Westfalen durchlebten 2025 ein schwieriges Jahr – viele verzeichneten rückläufige Umsätze und enttäuschende Weihnachtsgeschäfte. Besonders hart traf es Krefeld: Zwar stieg die Besucherfrequenz, doch die Ausgaben blieben aus. Branchenvertreter sprechen von einer Phase der Stagnation, belastet durch steigende Kosten und zurückhaltende Verbraucher.
In der gesamten Region verbuchten fast die Hälfte der Unternehmen 2025 Umsatzrückgänge, während nur jedes fünfte Wachstum meldete. Die Weihnachtszeit, normalerweise die umsatzstärkste Phase, enttäuschte mehr als die Hälfte der Betriebe – sie bewerteten sie schlechter als im Vorjahr. Hartmut Janßen, Vorsitzender des Einzelhandelsverbands, nannte 2025 ein "hartes Jahr" und betonte, dass selbst die Festtage ihren üblichen Schwung verloren hätten.
In Krefeld stieg die Besucherzahl auf der Hochstraße um rund 180.000 – etwa 600 mehr pro Einkaufstag als 2024. Dennoch blieben die Umsätze aus. Christoph Borgmann, Leiter des örtlichen Werbebündnisses, führte einen Teil des Rückgangs auf die Schließung des Kaufhof-Warenhauses zurück, die zu einem deutlichen Einbruch der Kundenzahlen geführt habe. Sein Team will diesen Trend 2026 umkehren.
Die Händler vor Ort nannten mehrere Belastungsfaktoren: zögerliche Käufer, übermäßige Bürokratie, steigende Löhne und explodierende Preise. Steffen Sommer, Mitinhaber der Bäckereikette Sommer, berichtete von uneinheitlichen Entwicklungen – Filialen am Stadtrand schnitten besser ab als solche im Zentrum. Sandra Lemke, Inhaberin von lechner + hayn, verzeichnete im Dezember Umsätze auf Vorjahresniveau, warnte jedoch, dass höhere Kosten die Gewinne aushöhlten. Markus Ottersbach, Geschäftsführer des regionalen Einzelhandelsverbands, unterstrich, dass Krefelds Probleme ein bundesweites Phänomen widerspiegeln.
Für 2026 rechnet mehr als die Hälfte der Unternehmen mit Stagnation, während knapp ein Drittel mit Wachstum oder stabilen Umsätzen plant. Über den Stand der großen Bauprojekte in Krefeld, die 2025 Verzögerungen erlitten, gab es keine neuen Informationen – ihre wirtschaftliche Wirkung bleibt damit unklar.
Der Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen blickt mit verhaltener Zuversicht auf 2026, doch viele erwarten kaum Veränderungen. Während einige auf Erholung hoffen, bleiben Herausforderungen wie hohe Kosten und schwache Verbraucherstimmung bestehen. Das kommende Jahr wird zeigen, ob die Bemühungen zur Belebung von Besucherströmen und Kaufbereitschaft Früchte tragen.
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