Menden enthüllt Mahnmal für ermordete Sinti- und Roma-Kinder aus der NS-Zeit
Menden enthüllt Mahnmal für ermordete Sinti- und Roma-Kinder aus der NS-Zeit
Neues Mahnmal in Menden ehrt Sinti und Roma als Opfer der NS-Verfolgung
Die offizielle Einweihung findet am 9. März 2026 statt – im Jahr des 750. Stadtjubiläums Mendens. Mindestens 46 Sinti aus Menden wurden im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet, darunter Mütter und 23 kleine Kinder, von denen sechs den grausamen Experimenten Josef Mengeles unterzogen wurden.
Das Mahnmal geht auf eine Bürgerinitiative zurück, die eine würdige Erinnerung an die Verbrechen gefordert hatte. Die Gedenkfeier beginnt um 17:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Vinzenz-Kirche, gestaltet von Pfarrer Jürgen Senkbeil, Schülerinnen und Schülern der Initiative augen auf! sowie Kinder der Anne-Frank-Grundschule. Im Anschluss folgt die Enthüllung auf dem Kirchplatz.
Bürgermeisterin Manuela Schmidt wird die Veranstaltung eröffnen und die Bedeutung des Mahnmals für Mendens Erinnerungskultur betonen. Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen, spricht über das Schicksal der 500.000 Sinti und Roma, die unter der NS-Herrschaft verfolgt wurden. Als Ehrengast nimmt Dr. Bernd Schulte, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei, teil.
Ab 2026 wird der 9. März jährlich als Gedenktag an die Verbrechen gegen Sinti und Roma begangen. Das Mahnmal bleibt als dauerhafte Erinnerung an die Opfer bestehen – an die Kinder und Familien aus Menden, die nie zurückkehrten.
Mit dem Mahnmal beginnt ein neues Kapitel der historischen Erinnerung in Menden. Es sorgt dafür, dass die Geschichten der ermordeten Sinti und Roma im öffentlichen Bewusstsein der Stadt präsent bleiben. Künftige Generationen erhalten so einen Ort, um über diese dunkle Phase der Geschichte nachzudenken.
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