Duisburgs Gasverbrauch 2025: Warum Haushalte mehr heizten, während Firmen sparten

Traude Schleich
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Eine Liniengrafik, die den US-Stromenergieverbrauch von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datendetails bereitstellt.Traude Schleich

Duisburgs Gasverbrauch 2025: Warum Haushalte mehr heizten, während Firmen sparten

Gasverbrauch in Duisburg blieb 2025 nahezu unverändert – doch die Details zeigen deutliche Verschiebungen

Der Gasverbrauch in Duisburg wies 2025 im Vergleich zum Vorjahr kaum Veränderungen auf. Bei genauerer Betrachtung werden jedoch deutliche Unterschiede zwischen Privathaushalten und Unternehmen sichtbar. Zudem erlebte die Stadt einen deutlich kälteren Winter: Die Anzahl der Frosttage stieg von 18 im Jahr 2024 auf 45 im Berichtsjahr – fast eine Verdreifachung.

Insgesamt blieb der Gasverbrauch in Duisburg 2025 mit rund 1,89 Terawattstunden (TWh) auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Doch die Aufschlüsselung der Daten erzählt eine andere Geschichte: Privathaushalte verbrauchten 5,8 Millionen Kilowattstunden (kWh) mehr als 2024 – ein Anstieg, der vermutlich auf die stark gestiegene Zahl der Frosttage zurückzuführen ist.

Gewerbliche und industrielle Verbraucher hingegen reduzierten ihren Gasbedarf um 13,4 Millionen kWh. Dieser Rückgang setzt einen langfristigen Trend fort, der bereits 2021 begann: Damals sank der Gasverbrauch allein in Haushalten um etwa 468 Millionen kWh. Der Rückgang fällt in Duisburg damit stärker aus als in anderen deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München, wo der Verbrauch um etwa 25 bis 30 Prozent zurückging.

Mehrere Faktoren erklären diese langfristige Abnahme. Zum einen sind die Winter insgesamt milder geworden: Die durchschnittliche Zahl der Frosttage pro Heizperiode sank von 45 auf 35, und die Heizsaison verkürzte sich von 180 auf 160 Tage. Zudem trugen die gestiegenen Gaspreise nach dem Ukraine-Krieg sowie eine verbesserte Energieeffizienz zu der Entwicklung bei.

Das Unternehmen Netze Duisburg betreibt ein rund 1.760 Kilometer langes Netz und versorgt etwa 70.300 Zählpunkte mit Gas. Der Großteil des Verbrauchs entfällt auf die Heizperiode, die offiziell vom 1. Oktober bis zum 30. April dauert.

Die Zahlen für 2025 zeigen ein gespaltenes Bild: Während Privathaushalte aufgrund der kälteren Witterung mehr Gas verbrauchten, setzten Gewerbe und Industrie ihren Rückgang fort. Trotz der stabilen Gesamtbilanz deutet der langfristige Trend in Duisburg weiterhin auf einen sinkenden Gasverbrauch hin – ein Spiegelbild der sich wandelnden Energienutzung, der klimatischen Veränderungen und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

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