Wirtschaftsforum 2026 in Greven: Wie der Mittelstand globale Krisen meistert

Stefanie Geißler
Stefanie Geißler
2 Min.
Ein Plakat mit der Aufschrift "Fast 10,5 Millionen neue Unternehmensgründungen in 2021 und 2022" ist zu sehen, mit einem Brett im Vordergrund, das an einem Seil hängt, und einem Gebäude und einer Pflanze im Hintergrund.Stefanie Geißler

Wirtschaftsforum 2026 in Greven: Wie der Mittelstand globale Krisen meistert

Das Wirtschaftsforum 2026 fand in Greven statt und zog rund 70 Teilnehmer an, die sich mit globalen wirtschaftlichen Verschiebungen und der Förderung lokaler Unternehmen beschäftigten. Die von WESt und der NRW.BANK organisierte Veranstaltung bot Fachvorträge zu Handelspolitik, Innovation und Finanzierungsmöglichkeiten für Betriebe im Kreis Steinfurt.

Eröffnet wurde das Forum mit einem Hauptvortrag von Prof. Dr. Manuel Rupprecht zum Thema "Der globale wirtschaftliche Wandel und der deutsche Mittelstand". Rupprecht analysierte, wie sich veränderte Handelsdynamiken – darunter die protektionistische Wende der USA unter Donald Trump – auf Lieferketten und Marktzugänge auswirken. Besonders betonte er die Anpassungsfähigkeit deutscher mittelständischer Unternehmen an diese Herausforderungen.

Anschließend skizzierte Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt, die regionalen Auswirkungen der globalen Trends. Er verwies auf Chancen für lokale Betriebe, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und strategische Investitionen zu stärken.

Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK, hob die wirtschaftliche Resilienz Steinfurts hervor. Sie forderte mehr Investitionen in Digitalisierung und neue Technologien, um das Wachstum zu sichern. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Finanzierungslösungen: Guido Hellmer (NRW.BANK) und Varvara Leinz (WESt-Unternehmensservice) stellten Förderprogramme sowie den neuen Transformationskredit für modernisierungswillige Unternehmen vor.

Die Diskussionen spiegelten die anhaltenden Handelsspannungen wider, die seit 2017 durch die US-Politik ausgelöst wurden. In Trumps erster Amtszeit hatten Zölle auf Stahl, Aluminium und chinesische Waren globale Lieferketten gestört – ohne das US-Handelsdefizit zu verringern. Seine zweite Amtszeit führte einen grundsätzlichen Zollsatz von 10 % weltweit ein, mit Anpassungen für bestimmte Partner: So wurden etwa nach Ölgeschäften mit Indien die Zölle aufgehoben oder mit der EU ein Abkommen für Juli 2025 ausgehandelt. Dennoch bleiben die Märkte volatil und Unternehmen verunsichert.

Das Forum bot Steinfurter Unternehmen wertvolle Einblicke, wie sie wirtschaftliche Veränderungen meistern und finanzielle Unterstützung nutzen können. Angesichts der sich weiterentwickelnden Handelspolitik stehen lokalen Betrieben nun gezielte Ressourcen zur Verfügung, um Innovation voranzutreiben und globale Herausforderungen zu bewältigen. Die Veranstalter betonten, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor ist, um die Zukunft der Region zu sichern.

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